Alstom und die Nord-Lock Group: eine sichere Verbindung

Der französische Konzern Alstom ist ein Global Player in der Schienenverkehrsindustrie. Das Unternehmen hat eine Reihe von internationalen Kunden mit einer großen Bandbreite von Produkten und Dienstleistungen im Eisenbahnsektor – von Zügen und integrierten Systemen über Signalanlagen bis hin zu branchenspezifischen Leistungen.

Um seine Position als Premium Partner für Kunden wie SNCF und Eurostar aufrechtzuerhalten, arbeitet Alstom mit verschiedenen Zulieferern zusammen, die die bestmöglichen Lösungen und Dienstleistungen zur Verfügung stellen.

Alstom kam mehr oder weniger durch Zufall mit der Superbolt Technologie der Nord-Lock Group in Berührung. „Ich bin in einer Arbeitsgruppe für Schienenverkehr tätig, der auch Vertreter einiger großer Bahnkunden wie die französische Eisenbahngesellschaft SNCF und Hersteller wie Bombardier Transport angehören. Vor drei Jahren wurden wir zu einem zweitägigen Workshop bei der Nord-Lock Group in Lyon eingeladen“, sagt Luc Moyart, Fasteners Expert and Right First Time Manager bei Alstom. „Unter den vorgestellten Produkten waren auch die Superbolt Spannelemente, die aus meiner Sicht für eine bestimmte Art von Kupplung, die wir an unseren Zügen für das Projekt Los Téquès für die U-Bahn in Caracas einsetzen, perfekt geeignet schienen.“

Diese Kupplungen erfordern einen sehr großen Schraubendurchmesser, wodurch sich beim Anziehen eine gewisse Problematik ergibt. Obwohl Alstom eigentlich gar nicht auf der Suche nach einer Lösung war, erkannte das Unternehmen die klaren Vorteile der neuen Superbolt Technologie von Nord-Lock. „Ich dachte, die Spannelemente könnten sich für Zugstege und  Kupplungen eignen, für die 30-mm-Schrauben benötigt werden. Das Anziehen solcher Schrauben war für uns mit sehr viel Arbeit verbunden“, erklärt Moyart.

Die perfekte Lösung für sichere Zugkupplungen

Moyart behielt Recht und seitdem hat Alstom die Superbolt Spannelemente bei zwei weiteren Projekten eingesetzt. Nach ihrem ersten Einsatz 2014 fanden sie auch am Alstom Standort Lapa in Brasilien sowie an Zügen für einen südafrikanischen Betreiber Verwendung. Das dritte Projekt umfasste Züge, die in Katowice, Polen, für das U-Bahnsystem im saudi-arabischen
Riad hergestellt werden.

„Superbolt Spannelemente beschränken die Torsion der Schrauben zur Befestigung der Kupplungen, da ihr Prinzip nur auf Spannung beruht. Die Sollbruchschrauben werden so gefertigt und kalibriert, dass sie im Falle eines Aufpralls – zum Beispiel bei einem Zusammenstoß – bei einem bestimmten Druck reißen, sodass die Kupplung unter den Zug rutscht und ein Entgleisen verhindert wird“, erklärt Moyart. „Superbolt Spannelemente können auch an schwer zugänglichen Stellen zum Einsatz kommen und sind nicht anfällig für die hohen Temperaturunterschiede, denen sie an verschiedenen Orten über das Jahr hinweg ausgesetzt sind, ganz im Gegensatz zu hydraulischen Verschraubungslösungen.“

"Superbolt Spannelemente können auch an schwer zugänglichen Stellen zum Einsatz kommen und sind nicht anfällig für die hohen Temperaturunterschiede, denen sie an verschiedenen Orten über das Jahr hinweg ausgesetzt sind, ganz im Gegensatz zu hydraulischen  Verschraubungslösungen"

Dank der Superbolt Technologie konnte Alstom seine Fertigungszeit durch die schnellere Montage der Kupplungen verkürzen und die Montage insgesamt vereinfachen. „Die Spannelemente sind leichter zugänglich, wodurch wir im Hinblick auf die industrielle Kapazität und das Handling Geld sparen. Wir brauchen weniger Lagerfläche für die Werkzeuge, weil wir die M30-Schrauben jetzt mit einem einfachen Drehmomentschlüssel anziehen können und dafür keine hydraulischen Hebetische mehr benötigen“, sagt Moyart.

Außerdem hat Alstom festgestellt, dass sich die Superbolt Spannelemente nichtnur einfacher in eine Baugruppe integrieren lassen, sondern auch leichter montiert und demontiert werden können. „Ein großer Vorteil ist, dass die Superbolt Spannelemente anders als unsere vorherigen Schrauben, die nach dem Entfernen aus einer Baugruppe entsorgt werden mussten, wiederverwendet werden können. Superbolt Spannelemente haben eine lebenslange Garantie, was uns ein erhebliches Einsparpotenzial bietet“, sagt Moyart.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass weniger Alstom Mitarbeiter unter Verletzungen durch wiederholte Belastung und anderen Problemen im Zusammenhang mit dem Anziehen von Schrauben leiden, seit der Konzern Superbolt Spannelemente einsetzt. „Menschen, die täglich mit den schweren hydraulischen Gerätschaften umgehen müssen, sind anfällig für Gesundheitsprobleme. Unsere Mitarbeiter bekommen die Vorteile dieser neuen Technologie im wahrsten Sinne des Wortes zu spüren und sind sehr zufrieden damit“, erklärt Moyart.

Innovationen für einen traditionellen Sektor

„Der Eisenbahnsektor ist eine ziemlich traditionsbehaftete Welt und die Mitarbeiter sind manchmal ein wenig kritisch gegenüber Veränderungen. Die Einführung neuer Arbeitsverfahren ist dadurch nicht immer leicht, aber wir haben ein hervorragendes Feedback erhalten“, erinnert sich Moyart. „Die Kollegen erkennen die Vorteile, nicht nur in Bezug auf Arbeitssicherheit, sondern auch hinsichtlich der Arbeitserleichterung, die diese Spannelemente bieten. Sie wurden von Teams der Nord-Lock Group speziell im Umgang mit den Superbolt Spannelementen geschult, wodurch ein sehr reibungsloser Übergang möglich war.“

„Die Kollegen erkennen die Vorteile, nicht nur in Bezug auf Arbeitssicherheit, sondern auch hinsichtlich der Arbeitserleichterung, die diese Spannelemente bieten."

Selbstverständlich ist es für einen Konzern wie Alstom wichtig, gute Beziehungen zu seinen Lieferanten zu pflegen – etwas, das mit der Nord-Lock Group sehr einfach ist. „Unsere Beziehung zur Nord-Lock Group ist durchweg hervorragend und wir arbeiten seit der ersten Stunde eng zusammen. Als wir die Superbolt Technologie zu Beginn einigen Tests unterziehen wollten, wurden wir von Nord-Lock mehrmals an unserem
Standort beraten und unterstützt“, erklärt Moyart. „Auch unsere Arbeiter wurden vor Ort geschult – mit Erfolg. Seit der abschließenden Prüfung der Lösung und erstmaligen Verwendung der Spannelemente hatten wir nicht ein einziges Problem damit.“

Alstom hat kürzlich eine Reihe von neuen Verträgen für ähnliche Lösungen unterzeichnet und Moyart ist sich sicher, dass das Unternehmen erneut mit der Nord-Lock Group zusammenarbeiten wird. „Ich wäre nicht überrascht, wenn Nord-Lock mir erneut ein innovatives neues Produkt vorstellen und ich dafür anschließend eine Anwendung in unserer Technologie finden würde. Tatsächlich ist kontinuierliche Verbesserung Teil unserer Konzernkultur – und genau das tun wir hier“, so Moyart.

Zusammenarbeit zwischen Alstom und der Nord-Lock Group - Technische Aspekte

„Alstom stellte bei seinen Zugkupplungen auf Superbolt Spannelemente um, damit die Kupplung bei einem möglichen Zusammenstoß keine Probleme verursacht, sondern unter den Wagen rutscht", erklärt Olivier Gaillard, Sales Manager France bei der Nord-Lock Group. „Alstom wollte zweifach geschlitzte Muttern verwenden, aber es bestand die Gefahr, dass die vorhandenen Sollbruchschrauben beim Anziehen brechen. Konventionelle hydraulische Werkzeuge erzeugen zu viel Torsion, weshalb die Superbolt Spannelemente der Nord-Lock Group, bei denen das Anziehen mit reiner Spannung erfolgt, ideal waren“, sagt er.

„Der französische Eisenbahnmarkt ist tendenziell konservativ und die Einführung neuer Technologien oft eine Herausforderung. Wir arbeiteten daher mit den Abteilungen für technische Verfahren und Industrialisierung bei Alstom sowie einzelnen Anwendern zusammen, um einen ersten  Konstruktionsauftrag über 1.100 Muttern umzusetzen“, sagt Gaillard. Der zweite Schritt war eine Design-to-Cost-Maßnahme in großem Maßstab, was zu einem neuen Projekt über 57.600 Muttern führte. „Seit 2014 wurden 1,700 M30-Muttern ausgeliefert. Wir freuen uns auf weitere Möglichkeiten sowohl mit Alstom als auch anderen Fahrzeugherstellern“, so Gaillard.

Der Kunde: Alstom Transport

Endkunden:

  • Compañia Anónima Metro de Caracas, Venezuela for the Los Teques project
  • Metrorail, South Africa for the Prasa project
  • Riyadh Metro, Saudi Arabia for The Riyadh project

Anwendung: Stege und Kupplungen für Personenzüge

Nord-Lock Lösungen: Superbolt Spannelemente

Erzielte Vorteile: Kostensenkung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Erfolgsgeschichten von Kunden

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