LEITPLANKEN FÜR HAFENANLAGEN

Die Kollision eines Schiffs mit der Hafeninfrastruktur kann schwere Schäden verursachen. Sogenannte Fender sind die typische Lösung, um die dabei wirkenden Aufprallkräfte zu reduzieren. Vorausgesetzt, sie sind sicher installiert. Nord-Lock Keilsicherungsscheiben haben sich dabei in Südkorea als perfekte Wahl erwiesen

Jedes Jahr kollidieren Hunderte Schiffe beim Anlegen mit Piers oder Kaianlagen – manchmal auf spektakuläre Weise. Auch ein Touchieren von Schiffen untereinander ist keine Seltenheit. Solche Pannen sind meist auf Fehler zurückzuführen, etwa eine falsche Einschätzung von Geschwindigkeit oder Windstärke. Aber auch mangelnde Kommunikation, zum Beispiel zwischen der Brückenmannschaft und dem Lotsen, kann sich als Problem erweisen.

Unfälle wie diese können sehr kostspielig sein und schwere Schäden an Schiffen und Hafeninfrastruktur hinterlassen. Im schlimmsten Fall können sogar Menschenleben in Gefahr sein. Eine Null-Inzidenz für menschliches Versagen ist zwar wünschenswert, in der Praxis aber nur schwer zu erreichen.

Es gibt bei einem Anlegemanöver einfach zu viele Variablen, die berücksichtigt werden müssen, um Kollisionen auszuschließen. Entsprechend empfiehlt es sich, die Sicherheit proaktiv zu verbessern und die Kraft eines möglichen Aufpralls so weit wie möglich zu reduzieren. Der Einsatz von Fendern zur Absorption dieser enormen Kräfte ist wahrscheinlich so alt wie die Schifffahrt selbst. Heute gibt es viele verschiedene Arten von Fendern in verschiedenen Materialien, Formen und Größen, die entweder allgemeine oder spezifischere Anforderungen erfüllen.

 

Ein Schwergewicht im Schiffbau

Die südkoreanische Küste erstreckt sich über drei Himmelsrichtungen und zählt rund 3.000 Häfen aller Größen. Nach China ist Südkorea die zweitgrößte Handelsschiffbau-Nation der Welt, und so verwundert es nicht, dass das Land auch bei der Herstellung von Schiffsfendern den Ton angibt.

Die Hwaseung Corporation stellt verschiedene Arten von Fendern für die südkoreanische Schiffbauindustrie her. Zu ihren Kunden zählen Hyundai Heavy Industry, Samsung Heavy Industry, Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering und STX Offshore & Shipbuilding, die weltweit größten Schiffbauunternehmen im Jahr 2020.

Hwaseung entwickelt und fertigt verschiedene Fender, darunter Bogenfender, Schiffsfender, pneumatische Fender und U-Boot-Fender. Die dafür benötigten Rohstoffe werden vom Segment Gummi des Unternehmens geliefert.

 

Lösen der Schrauben durch Vibration?

Die Kräfte, die ein Fender aufnehmen muss, verursachen enorme Vibrationen. Als Hwaseung noch auf konventionelle Unterlegscheiben und Federringe setzte, kam es oft vor, dass sich Schrauben lösten. Zwar gab es dadurch keine nennenswerten Zwischenfälle, aber das Problem erhöhte die Wartungszeit und die Endkunden beschwerten sich.

Alex Keum, General Manager von Nord-Lock Korea, kannte diese Problematik bereits durch seine frühere Tätigkeit bei Hwaseung. Mit diesem Wissen konnte er seinem ehemaligen Arbeitgeber die Keilsicherungstechnologie als optimale Lösung zur Sicherung der Fender vorstellen.

„Ich ging sowohl auf Hwaseung als auch auf den Endkunden zu“, berichtet er. „Nach mehreren Besuchen und Vorführungen wurden die NordLock Keilsicherungsscheiben schließlich in die Konstruktion übernommen. Dabei war die gute Beziehung zu meinen alten Kollegen bei Hwaseung sicherlich von Vorteil.“

 

Unorthodoxe Entscheidung zahlt sich aus

„Wir hielten die Nord-Lock Keilsicherungsscheiben schon früh für eine gute Lösung“, erinnert sich Sung-min Cho, Stellvertretender Geschäftsführer der Hwaseung Corporation.

„Inzwischen können wir aber sagen, dass sie eine der besten Lösungen gegen das Lockern und Lösen von Schrauben sind, die wir je auf dem Markt finden konnten.“

Die Lösung waren Nord-Lock Keilsicherungsscheiben aus Edelstahl an kritischen Stellen eines bestimmten Fenders, dem sogenannten TR-Fender. Keum zufolge handelte es sich um eine eher unorthodoxe Produktwahl. „Ich habe Hwaseung offen erklärt, dass dieses Material unter Umständen nicht für Spritzwasseranwendungen geeignet ist, und auf das Korrosionsrisiko hingewiesen“, erzählt er.

„Aber die Keilsicherungsscheiben sind jetzt seit eineinhalb Jahren installiert – ohne jegliche Korrosionsprobleme!“  

Die Nord-Lock Keilsicherungsscheiben haben das Problem der lockeren Schrauben praktisch gelöst. Erwartungsgemäß hat sich dadurch auch die Wartungseffizienz verbessert. „Da wir die Verschraubungspunkte anders als mit den Federscheiben seltener überprüfen müssen, sparen wir viel Zeit“, freut sich Cho.

 

Bisherigen Lösungen überlegen

Hwaseung zeigt sich mit der Lösung zufrieden. „Die Sicherungswirkung hält eindeutig länger an als bei bisherigen Lösungen wie den Federscheiben“, sagt Cho. „Die Rahmenbedingungen dieser Anwendung sind rau, und wenn die Nord-Lock Keilsicherungsscheiben das Problem nachhaltig lösen, kann Nord-Lock hier einen weiteren großen Markt bedienen.“

Er sagt, dass die Endanwender ebenfalls positiv reagiert haben und beabsichtigen, die Nord-Lock Keilsicherungsscheiben künftig sowohl für Fender als auch für andere Anwendungen einzusetzen.

„Alex Keum trat 2018 an uns heran, und so lernten wir schließlich Nord-Lock kennen“, erinnert sich Sung-min Cho. „Er hat uns umfassend beraten und konnte unsere Zweifel vollständig ausräumen. Inzwischen haben wir so viel gegenseitiges Vertrauen aufgebaut, dass wir die NordLock Keilsicherungsscheiben auch an unsere Tochtergesellschaften weiterempfehlen.“

 

Kunde: Hwaseung Corporation Co., Ltd 

Ort: Busan, South Korea 

Gergründet: 1978 

Anwendung: Pneumatic and Marine Fenders 

Nord-Lock Group Lösung: Nord-Lock Keilsicherungstechnologie, NL52ss